Geschichte

Die Kunsthochschule Berlin Weißensee wurde in einer schwierigen und turbulenten Aufbauphase 1946 von KünstlerInnen, die dem Bauhaus nahe standen, gegründet. Erste Rektoren waren u.a. der Keramiker Jan Bontjes van Beek (1899-1969) und der durch seinen Freischwinger berühmt gewordene niederländische Designer und Architekt Mart Stam (1899-1986).

Zunächst als Provisorium in der ehemaligen Trumpf-Schokoladenfabrik angesiedelt, wird die damalige Kunstschule des Nordens in den 1950er Jahren als Ost-Berliner Kunsthochschule von dem Bauhaus-Architekten und Leiter der Architekturabteilung der Hochschule, Professor Selman Selmanagic weiter ausgebaut. Das damals entstandene geschlossene Bauensemble steht heute unter Denkmalschutz.

Nach der Wende wurde der Campus um weitere Gebäude erweitert und in Teilen modernisiert. 2011 konnten zwei Gebäude für die Fachgebiete Malerei und Bildhauerei eingeweiht werden. Die von Selmanagic 1956 errichtete Aula wurde aus Mitteln des Denkmalprogramms der Wüstenrot Stiftung restauriert und konnte 2012 wiedereröffnet werden. 850 Studierende finden nun in Berlin-Weißensee die besten Voraussetzungen für ihre Ausbildung.