1989 - 2009
Mauerfall und danach?
Prof.
Alexander
Jordan
Prof.
Nanne
Meyer
Wahlpflicht
Hauptstudium
Die Republik wird den 20. Jahrestag des Mauerfalls, der ein wichtiges Wahljahr in einer krisengeschüttelten Zeit ist, ausgiebig feiern, "bedenken" und "gedenken".
Die Studierenden sind aufgefordert, mit kreativen Beiträgen, die über die bloße Illustration eines Ecksteins der deutschen Geschichte hinausgehen sollten, die öffentliche Diskussion zu bereichern.
Zeichnerisch, fotografisch, filmisch. Und im Rahmen eines dem eigentlichen Semesterprojekts vorrangestellten Workshops* plakativ.
*Was mit der Gründung der Solidarnosc in Polen begann, zum Fall der Berliner Mauer führte
und in der Auflösung der Sowjetunion gipfelte, wurde in Mitteleuropa unter dem Schlagwort der »friedlichen Revolution« gespeichert. Mit ihr verschwand das, was Churchill als »iron curtain« bezeichnete. Alle waren gespannt auf die neuen Aussichten und sahen einer Zeit rasanten
Wandels entgegen.
Was genau aber hat sich seitdem verändert? Sicher, es gibt Ikea jetzt auch in Warschau und Thüringer Bratwurst in Paris – aber sonst? Haben wir voneinander gelernt? Und wenn ja, was?
Ist hinter dem einstigen Ost-West-Konflikt das eigentliche Problem – die Konfrontation von
Nord und Süd – sichtbar geworden? Wird Europa unter dem Druck der »Rest der Welt« zusammengeschweißt? Oder igelt es sich ein? Sind neue Brücken entstanden?
Oder bleibt nur der Versuch, dem europäischen Gedanken mit viel Aktenpapier neue Atemluft zuzufächern?
Aus Anlass des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution in Europa findet das »Geschichtsforum 1989|2009: Europa zwischen Teilung und Aufbruch« statt. Wissenschaftler, Zeitzeugen, Kulturschaffende, Künstler, Publizisten und Politiker werden nach Berlin eingeladen, um das Thema »Wege aus der deutschen und europäischen Teilung« in den Blick zu nehmen und mit einem breiten Publikum zu debattieren.
Als ein künstlerischer Schwerpunkt des Programms des Geschichtsforums wurde die Plakatinstallation »89 Plakate« für den öffentlichen Raum entwickelt. Hierfür werden Grafikdesigner, Plakatkünstler und Illustratoren aus Ost und West sowie Gestaltungshochschulen aus dem In und Ausland eingeladen, anhand von Schlagworten und emblematischen Begriffen die Revolution mit Plakaten zu kommentieren und die Veränderungen für Europa zu visualisieren.
Die Arbeitsergebnisse werden öffentlich plakatiert.
Ort
Zwischen HU und Gorki Theater
Die Eröffnung ist 28.5.2009
Veranstalter
Eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung, der Kulturstiftung des Bundes und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschich-te München – Berlin, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
"89 Plakate" ist eine Produktion von