Sommersemester 2015, BA/MA Produkt-Design , BA/MA Textil- und Flächendesign , BA/MA Visuelle Kommunikation , Bildhauerei , Künstlerische Grundlagen eLab , Mart Stam Stiftung , Veranstaltungen

Transformationen digital <–> analog

„Transformationen digital <–> analog“

Projektpräsentationen der weißensee kunsthochschule berlin

 

Datum: Montag, 20. April 2015

Uhrzeit: 18 Uhr

Ort: Aula der weißensee kunsthochschule berlin

Adresse:Bühringstraße 20, 13086 Berlin

 

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche zum Thema „Vom digitalen Leben“ präsentiert die mart stam stiftung für kunst + gestaltung in diesem Jahr aktuelle Projekte von Professor_innen und Studierenden der weißensee kunsthochschule berlin .

Schwerpunkt der experimentellen Forschung sind die Entwicklung und Gestaltung physischer Interfaces wie interaktive Produkte und Umgebungen, kritische Auseinandersetzung mit technologischen Neuerungen, interaktive Exponate und Medienfassaden, wearable Computing u.a.m.

Prof. Dr. Heik Afheldt, Vorsitzender des Kuratoriums mart stam stiftung für kunst + gestaltung und Leonie Baumann, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin führen durch die Veranstaltung.

Im Anschluss findet ab 20 Uhr in der Voraula der weißensee kunsthochschule berlin ein Sektempfang statt, zu dem die mart stam stiftung für kunst + gestaltung herzlich einlädt.

 

Digitale technologische Entwicklungen verändern die Welt um uns herum genauso wie unser Denken und unsere Wahrnehmung. „Transformation digital ↔ analog“ präsentiert Arbeiten aus den Fachgebieten der Kunsthochschule:

 

1. screenstoff

Betreuerin: Prof. Dr. Zane Berzina( Fachgebiet Textil- und Flächen-Design), Entwurf Veronika Aumann, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, Berlin

 

Ausgehend von der Vorstellung eines Materials, das sich verhält und anfühlt wie ein Textil und zugleich ein Bildschirm ist, wird der "screenstoff" als die tatsächliche Fusion eines hochauflösenden Bildschirms und eines hochwertigen Bekleidungsstoffes ohne jeweiligen Qualitätsverlust definiert. Die aus technologischer, gestalterischer und theoretischer Perspektive erfolgte Erforschung dieses screenstoffes wird am Kleidungsstück Mantel greifbar gemacht. Der screenstoff zeigt eine technische Materialentwicklung als Grundlagenarbeit zur medientheoretischen und gestalterischen Fragestellung zu Kleidung aus Stoffen, die als Bildschirme aktiviert werden.

 

2. seamless transitions

Betreuer_innen: Prof. Carola Zwick (Fachgebiet Produkt-Design), Prof. Mika Satomi (Fachgebiet Textil- und Flächen-Design), Prof. Nils Krüger (Fachgebiet Produkt-Design)

 

„seamless transitions“ untersucht Zustände und Möglichkeiten zwischen/in Verbindung von physischer und digitaler Realität im Hinblick auf Interaktionspotentiale. In dem Projekt werden die Grenzen zwischen Materie – also der physischen Welt des haptisch-taktilen – und Information – der Welt des digital-vernetzten – ausgelotet. „Seamless transitions“ ist ein experimentell angelegtes Projekt, dessen entwickelte Konzepte jeweils in einer prototypischen Installation interaktiv erfahrbar gemacht werden. Das Projekt beinhaltet Workshops zu physical computing und eTextiles, um neue taktile Qualitäten und Interaktionskonzepte prototypisch umsetzen zu können. Kooperationspartner ist BMW.

 

3. self-tracing / self-watching

Betreuer_innen: Prof. Hannes Brunner (Fachgebiet Bildhauerei), Felix Groll (Mitarbeiter e-Lab der weißensee kunsthochschule berlin), Mindaugas Gapševičius (Koordinator Migrating Art Academies)

 

Die aktuellen Veröffentlichungen über Überwachungssysteme vermitteln den Eindruck existierender Fragilität der derzeitigen, digitalen Kommunikation. Sie zeigen auch, wie leicht auf unsere personenbezogenen Daten zugegriffen werden kann. Nichts desto trotz scheren sich die durchschnittlichen Nutzer von sozialen Netzwerken, Facebook oder Twitter kaum darum, ob private Informationen öffentlich sind oder nicht. Im Rahmen eines Seminars diskutierten Studierende verschiedener Fachgebiete und entwickelten daraus individuelle Projekte, die schließlich durch das Zusammen- und Gegenüberstellen der einzelnen Beiträge zu einer sich stetig ändernden Installation zusammengeführt wurden. Als eine Art soziale Plastik über verschiedene Medien wurden die Ergebnisse auf der Transmediale 2015 „Capture all“ präsentiert.

 

4. Soundscape

Betreuerin: Prof. Dr. Zane Berzina (Fachgebiet Textil- und Flächen-Design), Entwurf Paula van Brummelen, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, Berlin

 

Soundscape ist eine performative flexible Oberfläche, die, wenn man sie berührt, verformt oder bewegt, synthetische Klänge erzeugt. Die Klänge sind dabei von Grad und Art der Verformung der Oberfläche abhängig. Die Oberfläche kann vom Benutzer in ihren akustischen Effekten erkundet und wie ein Instrument gespielt werden. Je nachdem, welche Kontaktflächen sich durch die Bewegung des Textils berühren, werden andere Stromkreise geschlossen und über einen Mikrocontroller Signale an einen Rechner geschickt, der die Bewegung in Klänge umgewandelt.

 

5. Transformationen digital <–> analog

Betreuerin: Prof. Dr. Christine Goutrié (Fachgebiet Künstlerische Grundlagen)

 

Digitale Medien verändern die Welt um uns herum, genauso wie unser Denken und unsere Wahrnehmung der Welt. Und ähnlich wie es für die klassischen Medien langer Alphabetisierungsprozesse bedurft hat, stecken wir mittendrin im Erwerb unserer digital literacy, der Fähigkeit, digitale Systeme zur Verständigung und als Ausdrucksmittel einzusetzen.

Im Studium der Künstlerischen Grundlagen wird diese Alphabetisierung erweitert durch Grundkenntnisse über Bits und Bytes, Pixels und Elektronen und durch Experimente im Bereich low-key Animation, generativer Gestaltung und des Physical Computing. Im Rahmen der Stiftungswoche zeigen Studierende des 1. Studienjahres Experimente und Installationen, die analoge in digitale Medien übersetzen und umgekehrt: analoge Bilder in digitalen Sound, analoge Gesten in digitalen Sound und Visuals, digitalen Sound in analoges Material.

 

6. Archivwebseite Weiße Flecken

Betreuer_in: Prof. Barbara Junge, Tim Peix 

 

Forschungs-, Kommunikations-, Netzwerk-Plattform für digitales Erzählen um die Weißensee Kunsthochschule. Im Rahmen des Projektes im WS 14/15 sollte eine Vision für ein lebendiges digitales Archiv über die Hochschule entstehen, das herausragende Studienergebnisse und Persönlichkeiten der Hochschule fortlaufend dokumentiert und publizistisch erschließt. 

Die Studierenden erarbeiteten die Konzeption und eine Simulation für dieses Archiv.

 

7. Projketplattform für Kommen & Bleiben

Betreuer_in: Prof. Barbara Junge und Prof. Steffen Schuhmann

 

Ein Kooperationsprojekt zwischen der HTW und Weißensee. Das Webportal kommen-und-bleiben.de soll eine Übersicht über die Berliner Flüchtlingsinitiativen geben. Flüchtlinge und Engagierte sollen die Möglichkeit haben, direkt mit einander in Kontakt zu treten. Initiativen sollen sich untereinander koordinieren, Mitstreiter finden, Ressourcen und Unterstützung suchen und finden können. Neue Projekte können mit Hilfe von kommen-und-bleiben.de leichter initiiert und umgesetzt werden.

 

8. ePublikation Unsichtbare Städte / Italo Calvino

Betreuer_in: Prof. Barbara Junge und Prof. Nanne Meyer

 

Ein Projekt, das sich mit der Frage beschäftigt, was der Wechsel von Papier zum Screen für die Illustration bedeutet. Thema war Italo Calvinos Buch „Die unsichtbaren Städte“. Eine kurze Zusammenfassung: Das Buch handelt von dem weltreisenden Marco Polo, der dem chinesischen Kaiser als Kundschafter von Städten aus seinem Reich berichtet. Das Buch besteht aus 55 Stadtporträts, die aber weniger realistische Stadtbeschreibungen sind, sondern eher Metaphern für die Paradoxien des menschlichen Daseins. Anhand von ausgewählten Städten des Buches sollten interaktive Illustrationen für Tablet-Computer erarbeitet werden. Herausgekommen sind unterschiedlichste Ansätze, die aktuell zu einem eBuch (Web-App) zusammengefasst werden.

 

Vom 14. bis zum 24. April 2015 öffnen Stiftungen in Berlin zum sechsten Mal in Folge ihre Türen und laden interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Kennenlernen und Mitmachen ein: Die 6. Berliner Stiftungswoche bietet wieder eine Fülle an Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten, die einmal mehr zeigen, wie wichtig die Arbeit von Stiftungen ist und wie weit sie in den Alltag hineinreicht. Der Fokus richtet sich dieses Jahr auf das Schwerpunktthema „Vom digitalen Leben in der analogen Welt“. Mehr Informationen sowie das komplette Programm finden Sie auf www.berlinerstiftungswoche.eu.

 

Die mart stam stiftung für kunst + gestaltung unterstützt die weißensee kunsthochschule berlin, ihre Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen in materieller und ideeller Hinsicht. Bei der Berliner Stiftungswoche stellt sie sich mit beispielhaften Projekten vor, die an der weißensee kunsthochschule berlin entstanden.

Betreuung Rebekka Hofmann
Projekt-Fächer BA/MA Produkt-Design, BA/MA Textil- und Flächendesign, BA/MA Visuelle Kommunikation, Bildhauerei, Künstlerische Grundlagen
1. screenstoff
1. screenstoff

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2. seamless transitions
2. seamless transitions

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3. self-tracing / self-watching
3. self-tracing / self-watching
Foto: Dovile Aleksaite
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4. Soundscape
4. Soundscape

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5. Transformationen digital <-> analog
5. Transformationen digital <-> analog
Foto: Lars Hübner
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6. Archivwebseite Weiße Flecken
6. Archivwebseite Weiße Flecken

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7. Projektplattform für kommen&bleiben
7. Projektplattform für kommen&bleiben
Foto: Sebastian Jehl
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8. ePublikation Unsichtbare Städte / Italo Calvino
8. ePublikation Unsichtbare Städte / Italo Calvino

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