Sommersemester 2018,

não

Jan Robert von Raussendorf

 

 

 

Diskriminierung in Bildungsinstitutionen stellt eine reale Belastung für viele Studierende dar. Diese kann soziale und gesundheitliche Konsequenzen wie auch Einschränkungen des Studienverlaufs

nach sich ziehen. Diskriminierung ist die Benachteiligung von Menschen aufgrund bestimmter tatsächlich vorhandener oder zugeschriebener Merkmale, wie beispielsweise des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Identität oder der

Religion. Diskriminierungen erscheinen als Ideologien, Strukturen und Prozesse, die sich in menschlichem Denken und Handeln reproduzieren. Eine Benachteiligung liegt vor, wenn Gleiches ungleich behandelt wird. Eine Benachteiligung liegt aber auch vor, wenn Menschen mit ungleichen Voraussetzungen gleichbehandelt werden. Obwohl durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AAG) Diskriminierungsschutz gewährleistet sein sollte, scheitern Hochschulen häufig darin, diskriminierungsfreie Räume zu schaffen. Es fehlen transparente Strukturen und Prozesse, die Betroffenen helfen und den Handlungsbedarf der Hochschulen erfassen. Gleichzeitig sollte den Betroffenen eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Meldung und Beratung bei Diskriminierung gegeben werden.

Hierfür wurde die não-App entwickelt. Mithilfe einer sprachgesteuerten Anwendung funktioniert sie als Assistent bei Diskriminierungsvorfällen. não protokolliert und klassifiziert Diskriminierungsmeldungen im Gespräch und bietet im Einzelfall passende Unterstützung. Die niedrigschwellige

Nutzbarkeit sorgt für eine unmittelbare und anonyme Beschwerdemöglichkeit. Die App erfasst Vorfälle und erstellt einen statistischen Überblick über die Diskriminierungszahlen im Hochschulkontext. Schließlich bietet sie Betroffenen vielfältige Unterstützungs- und Hilfsangebote an.

Project categorySemester Project
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