Lehrangebote

Prof. Hannes Brunner

Gruppengespräche

MONDAYTALKS - THAT’S NOT LIFE ANYMORE . - singularity in the memory. contribution of songs, sounds and music to our collective perception

Syllabus WiSe 19/20
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english see below

Hannes Brunner / Ulrike Mohr / Mathew Zefeldt

Monday-Talks

15 - 19 Uhr


THAT’S NOT LIFE ANYMORE - Singularität in der Erinnerung. Beiträge von Liedern, Klängen und Musik zu unserer kollektiven Wahrnehmung

Die Erinnerung an Geräusche ist eine wichtige skulpturale Tatsache: Ein Geräusch ist auch ein Mem, das Bewusstsein und Unbewusstsein verbindet, ohne zu wissen, wie man es ergreift.

Während der Monday-Talks möchten wir zu experimentellen Beiträgen anregen, die wir als kleine Erinnerung durch Songs, Sounds oder Musik einander vermitteln - möglicherweise das erste Lied oder Musikstück, das wir jemals gelernt haben. Diese Beteiligung wird zu Entdeckungen der künstlerischen Kulturproduktion zwischen digitalen Daten und intersubjektiv Kommunizierbarem führen.

»Wir können unsere Augen schließen, falls wir nichts sehen wollen.
Um die Ohren zu schließen, brauchen wir einige technische Geräte. «

»Der Hippocampus und der frontale Kortex sind zwei große Bereiche im Gehirn, die mit dem Gedächtnis verbunden sind, und sie nehmen jede Minute eine große Menge an Informationen auf. Diese abzurufen ist nicht immer einfach. Es kommt nicht einfach so, wenn wir danach fragen. Musik hilft, weil sie einen Rhythmus und Reim und manchmal eine Alliteration bietet, die helfen kan, diese Informationen mit Hinweisen freizuschalten.«

Sound scheint ein Gedächtnismassstab in unserem Gehirn zu sein, der die Kollektivität emotionalisiert.

In einer Theorie, die als Harmonie der Sphären bekannt ist, schlug Pythagoras vor, dass Sonne, Mond und Planeten aufgrund ihrer Umlaufbahnen ein einzigartiges Summen abgeben und dass die Lebensqualität auf der Erde den Tenor von Himmelsgeräuschen widerspiegelt, die physikalisch im menschlichen Ohr nicht wahrnehmbar sind.

Immaterielle Phänomene hinterfragen digitalisierte Klänge und die tägliche künstliche Intelligenz wie „A beautiful memory“, ein Lied, das komplett von AI komponiert wurde
https://www.youtube.com/watch?v=VXXe8mmGKgg

Sound und Songs sind kulturelle Methoden, um Botschaften an andere zu übermitteln:
Telegraph, Geschichtenerzählen, Muezzin, Karaoke - oder einfach nur ein paar Tipps für spätere Erinnerungen.

Neben diesen Übungen (die Erinnerung in einen intersubjektiven Kunstkörper verwandeln) werden einige Aufsätze und Vorträge angeboten, die kommentiert werden können:

Luciano Fabro. Kunst wird wieder Kunst (1990).
Vorträge und Vorlesungen des bekannten Künstlers der Arte Povera und langjähriger Professor an der Brera in Mailand. Luciano Fabro. 1936-2007

Mark Fisher: Kapitalistischer Realismus - gibt es keine Alternative? (2009).
Anhand von Beispielen aus dem Alltagsleben und der Populärkultur, ohne jedoch auf theoretische Strenge zu verzichten, porträtiert Fisher unser ideologisches Elend. (Slavoj Zizek). Mark Fisher, 1968-2017, bekannt für seinen Blog "K-Punk", war ein britischer Schriftsteller, Kritiker und Kulturtheoretiker.

Julian Nida-Rümelin / Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus - Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (2018). In verschiedenen Kapiteln werden fiktionale Welten aus der Filmliteratur auf ihre philosophische Standhaftigkeit ausgelotet.
Julian Nida-Rümelin, 1954, ehem. deutscher Kulturstaatsminister, Professor für Philosophie und politische Theorie, München; Nathalie Weidenfeld, 1970, freie Autorin und Lektorin in München

Sie alle bieten entscheidende zeitgenössische Ansichten, die sich in künstlerischen Entwicklungen widerspiegeln

Zusätzlich:
Nach Ansicht einiger Schriftsteller sind Lieder eher auf ein kollektives Gedächtnis ausgerichtet, z.B. wenn man mit Gleichaltrigen zusammen ist. Währenddessen kommt, wie Forscher bezeugen, ein proustisches individuelles Gedächtnis durch den Geruch zustande (Madeleine und die Teetasse).

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Monday-Talks

3 - 7 pm

Memory of sound is an important sculptural fact: A sound is also a mem, combining consciousness and unconsciousness not knowing yet how to grab it.

During MondayTalks we encourage experimental contributions of individual memories through remembered songs, sounds or music - might be the first song or music piece ever learnt. This participation will lead to discoveries of artistic cultural production between digital data and intersubjectivly communicating entities.

»We can close our eyes in case we don’t want to see anything.
For closing ears, we need some technical devices.«

»The hippocampus and the frontal cortex are two large areas in the brain associated with memory and they take in a great deal of information every minute. Retrieving it is not always easy. It doesn’t simply come when you ask it to. Music helps because it provides a rhythm and rhyme and sometimes alliteration which helps to unlock that information with cues.« Sound seems to be a memory stick in our brain, emotionalizing collectiveness.

In a theory known as the Harmony of the Spheres, Pythagoras proposed that the Sun, Moon and planets all emit their own unique hum based on their orbital revolution, and that the quality of life on Earth reflects the tenor of celestial sounds which are physically imperceptible to the human ear.

Immaterial phenomenons are questioning digitized sounds and the daily artificial intelligence like „A beautiful memory“, a song composed totally by AI
https://www.youtube.com/watch?v=VXXe8mmGKgg

Sound and songs are cultural methods transmitting messages to others:
Telegraph, Storytelling, Muezzin, Karaoke - or simply trying to set up some hints for later to remember.

Beside these practice (changing memory into an intersubjective body of art work) some essays and lectures will be offered to be commented:

Luciano Fabro. Kunst wird wieder Kunst (1990).
Verschiedene Vorträge und Vorlesungen des bekannten Arte Povera Künstlers und langjährigen professors an der Brera in Mailand. Luciano Fontana. 1936-2007

Mark Fisher: Capitalist Realism - Is there no Alternative? (2009).
Through examples from daily life and popular culture, but without sacrificing theoretical stringency, Fisher provides a portrait of our ideological misery. (Slavoj Zizek). Mark Fisher, 1968-2017, known for his blog called "K-Punk", was a British writer, critic, cultural theorist.

Julian Nida-Rümelin/Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus - Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlicher Intelligenz (2018) . In verschiedenen Kapiteln werden fiktionale Welten aus der Filmliteratur auf ihre philosophische Standhaftigkeit ausgelotet. Julian Nida-Rümelin, 1954, ehem. deutscher Kulturstaatsminister, Professor der Philosophie und politische Theorie, München; Nathalie Weidenfeld, 1970, freie Autorin und Lektorin in München

All of them will offer crucial contemporary issues to be reflected with artistic developments

Additional:
According to some writers songs are more oriented to a collective memory, f.e. when being with peers. Meanwhile, as researchers testify, a Proustian individual memory comes through the smell (Madeleine and the tea cup).

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Wintersemester 2019/2020

Wochentag(e) : Montag

Turnus : wöchentlich

Zeit: 15.00 h ? 19.00 h

Beginn : 20.10.19

Ende : 10.02.20

Ort : Halle der Bildhauerei


Teilnahme (Pflicht / Wahlpflicht / Wahl) : Pflicht

Teilnehmerzahl : 15 (0)

Wochenstunden : 4

Gesamtstunden : 36

Creditpoints : 3