Sommersemester 2019,

Eggshell

ühnereier sind ein weit verbreitetes Lebensmittel, das in der Ernährung vieler Menschen auf der ganzen Welt enthalten ist. Im Jahr 2017 wurden laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO weltweit 80,1 Millionen Tonnen Hühnerei produziert, darunter alleine in Europa 11 Mio. Tonnen. Normalerweise wird nur der Inhalt des Eies selbst als Nahrung verwendet, aber was passiert mit der Schale?

 

Nach EU-Recht gelten Eierschalen im industriellen Maßstab aufgrund des in der Eimembran enthaltenen Resteiweiß als gefährlicher Abfall. Deshalb müssen eierproduzierende und -verarbeitende Unternehmen hohe Summen zahlen, um sie auf Deponien zu entsorgen. Deponien sind jedoch keine nachhaltige Option. Zusätzlich begrüßen Deponiebesitzer diese Art von Abfall nicht, da er Bakterien enthalten kann, die unerwünschte Besucher wie Ratten anziehen.

Können Eierschalen also vom Abfall zu wertvollen Rohstoffen werden?

 

Der Zweck der Eierschale ist es, die Kükenembryos zu schützen. Ein sehr interessantes Merkmal ist, dass es einen hohen Widerstand gegen die Leitfähigkeit des elektrischen Stroms hat, was darauf hinweist, dass das Küken vor den Auswirkungen elektromagnetischer Wellen geschützt ist. Ist es auch für den Menschen möglich, diese Schalenfunktion zu nutzen?

 

Das Projekt «The Shell» untersucht die Umwandlung von Eierschalen in stabile Oberflächen mit natürlichen Bindemitteln am erfolgreichsten mit Agar-Agar. Ein wichtiger Schritt der Transformation ist die Sterilisation von Rohstoffen aus den Produkten der Vitalfunktionen, um eine Fäulnis des entstehenden Produkts zu vermeiden. Der zweite wichtige Schritt ist die Zermahlung der Eierschale zu Pulver, um die Formmöglichkeiten zu erweitern, und dies ist auch für die weitere Entsorgung des Produkts sehr wichtig, da die zerkleinerte Eierschale besser von dem Boden während der Kompostierung aufgenommen werden können. Alternativ können die Eierschalen auch wieder an die Hühner verfüttert werden und ermöglichen somit einen geschlossenen Materialkreislauf.

 

Betreuung:

Prof. Dr. Zane Berzina, Prof. Susanne Schwarz-Raacke, Prof. Barbara Schmidt, Essi Glomb, Veronika Aumann, Julia Wolf, Martin Conrads

Teilnehmer Olga Kuschchyk
Eggshell_1
Eggshell_1
Eggshell_2
Eggshell_2
Eggshell_3
Eggshell_3
Eggshell_4
Eggshell_4