Sommersemester 2017, Theorie und Geschichte , Künstlerisch Gestalterische Grundlagen

zur debatte - differenzen . bündnisse . empowerment

zur debatte

differenzen . bündnisse . empowerment

 

SAVE THE DATE:

 

Dienstag, 06.  Juni 2017  (17:30)

zur debatte / to debate 

 

Vielfalt anerkennen, Debatten wertschätzend führen - Wege zu einer guten Diskussionskultur

Heinz-Jürgen Voss

#direnayol (#resistayol) (Kanka Productions, 2016) 

Rüzgâr Buşki

How was your day? (Tal Iungman, 2016)

Tal Iungman

 

Gegen die Anerkennung von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, non-binary und trans-Identitäten regt sich zunehmend verschärfter Widerstand rechts-konservativer Positionen. Auf der Grundlage einer strukturellen, gesellschaftlich-politischen, diskursiven und institutionellen Diskriminierung, Marginalisierung und Ausgrenzung von Menschen, Diskursen, Repräsentationsformen und Lebensweisen, die sich nicht in hegemoniale Normierungen einordnen lassen, häufen sich agressive verbale und politisch-institutionelle Angriffe und Gewalt gegen Positionen, die die hegemoniale Ordnung in Frage stellen. Diese Entwicklungen sind aktuell verschärft genauso an Hochschulen wie in allen anderen gesellschaftlichen Räumen zu beobachten.  

Rüzgâr Buşkis Film #direnayol (#resistayol) und Tal Iungmans Kurzfilm How was your day? setzen sich auf je unterschiedliche Weise mit diesen Entwicklungen, möglichen Widerstandsformen und Möglichkeiten der Vermittlung und Veränderung auseinander.

Im Anschluss an kurze Inputs diskutieren wir mit Heinz-Jürgen Voß (Universität Merseburg, Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung), Tal Iungman (gender queer feministische* Aktivist*in , Künster*in und Pädagog*in, Berlin) und Rüzgâr Buşki (Künstler, Kanka Productions, Berlin) über die aktuellen gesellschaftlichen Debatten, Forderungen und widerstreitenden Positionen. 

Wie kann eine kritische und auch kontroverse Diskussion gelingen, ohne dass die Auseinandersetzungen verbal übergriffig werden? Wie gelingt eine wertschätzende Debatte zu Vielfalt?

 

Sprache: deutsch, teilw. englisch, auf Anfrage Flüsterübersetzung

Die Kunsthalle ist über eine flache Rampe barrierefrei zugänglich. 

 

Screening beider Filme in der Kunsthalle (+Ausstellung!):

#direnayol (56 min): Beginn jede volle Stunde

How was your day? (10 min): als Loop

 

KUNSTHALLE AM HAMBURGER PLATZ, Gustav-Adolf-Straße 140, 13086 Berlin

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de 

 

 

 

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.................see english version below ......

 

Die im Wintersemester 2016 gestartete Debattenreihe wird auf Wunsch der Teilnehmenden im Sommersemester gemeinsam fortgesetzt.  

 

Ort: Kunsthalle am Hamburger Platz

Zeit: 17:30 (wenn nicht anders angegeben)

 

Fragen der Anerkennung und kritischen Reflexion von Differenzen sowie der Möglichkeit machtkritischer Bündnisformen, die schon im Rahmen der beiden Hochschultage zum Thema anti-diskriminatorischen Sprechens und Handelns thematisiert wurden, wollen wir mit dieser Veranstaltungsreihe neu aufgreifen.

 

In der kritischen Auseinandersetzung mit Fragen von Ein- und Ausschlussmechanismen, Identifikation, Zuschreibung, Othering, Critical Whiteness und Partizipation soll in partizipatorischer Weise ein gemeinsamer Austausch über Konzepte, Erfahrungen, Probleme und Möglichkeiten einer kollaborativen und selbstbestimmten Gestaltung eines gemeinsamen sozialen Raums ermöglicht werden.

 

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des FG Theorie&Geschichte mit der Kunsthalle, dem FG Grundlagen, der *foundationClass und AStA.

 

Termine Sommersemester 2017:

 

SAVE THE DATE:

 

 

Planungstermine

15. Feb. 2017 / 27. Feb. 2017 / 27. März 2017

 

Donnerstag, 27. April 2017 (17:30)

Stammtischkämpfer*innen - Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" (Workshop)

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Im Workshop werden gängige rechte Positionen untersucht und wir wollen gemeinsam üben, das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten statt für Ausgrenzung und Rassismus.

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

Mittwoch/Donnerstag, 3. Mai 2017

(Aula, 10:00)

wer ist wir?

Othering - oder das Gestalten von Gemeinschaft

Susanne Lummerding

 

(im Rahmen des Kick-Offs Grundlagen)

www.kh-berlin.de/studium/fachgebiete/kuenstlerische-gestalterische-grundlagen/kuenstlerische-grundlagen.html

 

 

Donnerstag, 4. Mai 2017 (18:00)

Beatrice Davies präsentiert den 'strassenfeger'

Die Berliner Straßenzeitung 'strassenfeger' bietet „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Obdachlose, von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen und Menschen, die von Sozialhilfe oder Hartz IV leben müssen. Sie sollen nicht nur auf Almosen und Spenden angewiesen sein, sondern sollen selbstbestimmt arbeiten und entscheiden können, was sie mit dem verdienten Geld anfangen.

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

Freitag, 5. Mai 2017 (19:00-20:00)

Portrait Noir Edition M  (Discussion/Performance)

Mock talk show format feat. Gay Black Men discussing life, love, politics, hot topics, and identity. Discussion to follow. 

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

Samstag, 6. Mai 2017 (12:00-18:00)

Things You Can Tell Just By Looking At Us

(Anti-Black Racism Workshop)

Priority given to Weissensee students. Maximum of 16 participants.

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

Freitag, 12. Mai 2017 (17:30)

Dance! Dance! - oder: was ist ein Freiraum?

Diskussion mit Tal Iungmann & Rüzgar Busky

über ihre Filme "How was your day" & "#direnayol"

 

Samstag, 13. Mai 2017 (12:00-18:00) 


Written Across Our Bodies

(Workshop open to Black people and People of Color)

Priority given to Weissensee students. Maximum of 16 participants.

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

Dienstag, 16. Mai 2017 (17:30)

t.b.a.

 

Dienstag, 06.  Juni 2017  (17:30)

zur debatte / to debate 

 

Vielfalt anerkennen, Debatten wertschätzend führen - Wege zu einer guten Diskussionskultur

Heinz-Jürgen Voss

 

#direnayol (#resistayol) (Kanka Productions, 2016) 

Rüzgâr Buşki

 

How was your day? (Tal Iungman, 2016)

Tal Iungman

 

Gegen die Anerkennung von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, non-binary und trans-Identitäten regt sich zunehmend verschärfter Widerstand rechts-konservativer Positionen. Auf der Grundlage einer strukturellen, gesellschaftlich-politischen, diskursiven und institutionellen Diskriminierung, Marginalisierung und Ausgrenzung von Menschen, Diskursen, Repräsentationsformen und Lebensweisen, die sich nicht in hegemoniale Normierungen einordnen lassen, häufen sich agressive verbale und politisch-institutionelle Angriffe und Gewalt gegen Positionen, die die hegemoniale Ordnung in Frage stellen. Diese Entwicklungen sind aktuell verschärft genauso an Hochschulen wie in allen anderen gesellschaftlichen Räumen zu beobachten.  

Rüzgâr Buşkis Film #direnayol (#resistayol) und Tal Iungmans Kurzfilm How was your day? setzen sich auf je unterschiedliche Weise mit diesen Entwicklungen, möglichen Widerstandsformen und Möglichkeiten der Vermittlung und Veränderung auseinander.

Im Anschluss an kurze Inputs diskutieren wir mit Heinz-Jürgen Voß (Universität Merseburg, Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung), Tal Iungman (gender queer feministische* Aktivist*in , Künster*in und Pädagog*in, Berlin) und Rüzgâr Buşki (Künstler, Kanka Productions, Berlin) über die aktuellen gesellschaftlichen Debatten, Forderungen und widerstreitenden Positionen. 

Wie kann eine kritische und auch kontroverse Diskussion gelingen, ohne dass die Auseinandersetzungen verbal übergriffig werden? Wie gelingt eine wertschätzende Debatte zu Vielfalt?

 

Sprache: deutsch, teilw. englisch, auf Anfrage Flüsterübersetzung

Die Kunsthalle ist über eine flache Rampe barrierefrei zugänglich. 

 

Screening beider Filme in der Kunsthalle (+Ausstellung!):

#direnayol (56 min): Beginn jede volle Stunde

How was your day? (10 min): als Loop

 

KUNSTHALLE AM HAMBURGER PLATZ, Gustav-Adolf-Straße 140, 13086 Berlin

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de 

 

 

 

Dienstag, 20. Juni 2017 (17:30)

t.b.a.

 

Dienstag, 27. Juni 2017 (17:30)

t.b.a.

 

Donnerstag, 29. Juni 2017

Black in Berlin Salon

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

 

Weitere Informationen werden noch bekanntgegeben

 

 

................. english version:

 

 

to debate

differences . alliances . empowerment

 

Venue: Kunsthalle am Hamburger Platz

Time: 17:30

(if not indicated otherwise)

 

At the request of the participants the lecture & debate series we startet in autumn will be continued in the summer term.

 

The lecture & debate series adresses issues and questions intensely debated in the context of two conferences (Hochschultage '16, '17) on anti-discriminatory speech & action.

 

We want to bring into focus questions of inclusion and exclusion, identifiication, attribution, Othering, Critical Whiteness and participation, share ideas, concepts, experience, problems and possibilities for designing in collaborative and self-determined ways shared social space.

 

more information t.b.a.

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

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Programm wintersemester 2016:

 

Ort: KUNSTHALLE am Hamburger Platz, Gustav-Adolf-Straße 140, 13086 Berlin

kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

Zeit: 17:30

 

 

31. Okt. 2016

#CampusRassismus: rassistische Strukturen in der Hochschule

Makda Isak (#CampusRassismus)

 

Privilegien zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Inhaber*innen für die Abwesenheit eben jener Privilegien blind machen. An unseren Hochschulen finden Wissensproduktionen betreffend Rassismus und postkolonialer Perspektiven statt. Jedoch werden kaum Änderungen an rassistischen Hochschulstrukturen durchgeführt. Als Studierende of Color machen #CampusRassismus rassistische Strukturen an Universitäten, weiße Curricula, strukturelle Unterrepräsentation von Personen of Color sowie rassistische Aussagen und Dynamiken in Seminaren sichtbar.

 

 

01. Nov.

Solidarity – Humanity – Resistance

Nadiye Ünsal (Bündnis gegen Rassismus) 

Bino Byansi Byakuleka (Wearebornfree! Empowerment Radio)

 

We are human beings, who are born free and must free ourselves again. The so-called civil society chooses to be in the helping position instead of supporting self organized refugee resistance. This is a step back, it puts us back to being the helped supposedly passive object while the helpers are becoming a new lobby. How can we come out of the watching, the passive position, back into the acting, pro-active, demanding one?

 

 

18. Nov.

(selbst)positionierungen reflektieren und in bewegung setzen

Mai-Anh Boger (Universität Bielefeld) 

 

im workshop soll es darum gehen, unsere (selbst)verständnisse von zugehörigkeiten, kunst und politik zu erkunden und uns im austausch miteinander klarer zu werden, wo wir selbst stehen.

von diesem standpunkt aus können wir dann im nächsten schritt experimentieren, uns bewegen lassen und andere formen des kunstschaffens, des designs, der werk_und_text_produktion ausprobieren.

 

 

08. Dez.

Ein gemeinsames Wir ist möglich. 

Transidentitäre Organisierung trotz unterschiedlicher Ausgangsbedingungen.

Olaf Bernau (Afrique-Europe-Interact)

 

Völlig zu Recht hat sich die Auseinandersetzung um Diskriminierung, Dominanz und Privilegien in den letzten Jahren (auch hierzulande) intensiviert. Bedauerlich ist jedoch, dass in den Debatten häufig praktische Erfahrungen im Umgang mit derartigen Herausforderungen ausgeblendet werden. Beispielhaft erwähnt sei das NoLager-Netzwerk (2002-2007), wo sich Aktivist_innen mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrung ganz bewusst darauf verständigt hatten, an dem Projekt eines transidentitären Wir's zu arbeiten, d.h. an der Schaffung eines politischen Akteurs, der zwar die unterschiedlichen Ausgangssituationen ernst nimmt, auf dieser Basis jedoch gemeinsame Perspektiven, Interessen und Forderungen formuliert und somit die aus der rassistischen Struktur der Gesellschaft hervorgehenden Wir-Ihr-Dichotomien zumindest auf dem antirassistischen Feld aufbricht.

In der Veranstaltung wird Olaf Bernau nicht nur über frühere Erfahrungen berichten, sondern auch über ähnliche gelagerte Prozesse in transnationalen Netzwerken wie Welcome2Europe oder Afrique-Europe-Interact. Dabei wird es unter anderem um die Frage gehen, wie das aus Critical-Whiteness-Diskursen stammende Konzept der "Accountability" praktisch fruchtbar gemacht werden kann, also die Selbstverpflichtung weißer oder europäischer Aktivist_innen, sich durch sogenanntes Power-Sharing zu Verbündeten von Geflüchteten und Migrant_innen zu machen – samt der Bereitschaft, Geld, zeitliche Ressourcen, sprachliche Übersetzungskompetenzen und andere Privilegien systematisch zu teilen.

 

 

09. Dez.

Kritisch weiß gegen Alltagsrassismus 

Natasha A. Kelly (Landesbeirat Migration Berliner Senat, EDEWA)

 

Alltagsrassismus ist für Schwarze Personen Realität und stellt zeitgleich eine weiße Position her, die häufig unsichtbar und unbenannt bleibt. Wichtiger wird die Benennung der jeweiligen sozialpolitischen Position – schwarz oder weiß. Denn erst die ständige (nie abgeschlossene) Reflexion und das prozessuale Verändern der eigenen Wissenschafts-, Schreib-, Polit- und Lebenspraktiken macht aus einer Benennung von De_Privilegien eine kritische Verortung gegen Alltagsrassismus möglich.

 

 

17. Jan. 2017

Anti-Rassismus reloaded. 

Migrantische Kämpfe jenseits von Identitätsfallen und Supporterpaternalismus

Massimo Perinelli (Rosa Luxemburg Stiftung Berlin, Kanak Attak)

 

Wie kann ein guter Antirassismus möglich werden in einer Zeit, in der überkommen geglaubte Identitäts- und Homogenitätskonzepte nicht nur von rechts, sondern auch aus rassismuskritischen Kreisen eine Renaissance erleben? Der Beitrag möchte jenseits von starren Positionierungs- und Unterwerfungs-aufforderungen, die es immer schwieriger machen, gesellschaftliche Veränderung überhaupt noch zu denken, an vergangene und gegenwärtige Kämpfe der Migration anknüpfen. Es soll deutlich werden, dass Rassismus nicht nur ein reaktives, den Kämpfen der Menschen stets hinterherhinkendes Herrschaftsinstrument darstellt, sondern dass er auch überwindbar ist und in der Vergangenheit und Gegenwart tagtäglich überwunden wurde und wird.

 

 

02. Feb. 2017

Gemeinsame Diskussion von Möglichkeiten einer Fortsetzung der Debatte(n)

 

 

 

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des FG Theorie&Geschichte mit dem FG Grundlagen, der *foundationClass, der Kunsthalle und dem AStA.

 

 

 

* www.kh-berlin.de/lehrangebote/show/zur-debatte-differenzen-buendnisse-empowerment-726.html 

 

* www.kh-berlin.de/lehrangebote/show/zur-debatte-differenzen-buendnisse-empowerment-705.html

 

* kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

 

* www.kh-berlin.de/projekt-uebersicht/Project/overview/hochschultag-und-wie-weiter-antidiskriminatorisch-sprechenund-handeln-1875.html

 

* Wearebornfree! Empowerment Radio on reboot.fm jeweils Samstag, 15:00 Uhr und Sonntags, 18:00 Uhr auf UKW 88,4 MHz in Berlin reboot.fm/programm1/ wer.oplatz.net

 

* afrique-europe-interact.net

 

* www.edewa.info

Wanderausstellung EDEWA

Projekt-Fächer Theorie und Geschichte, Künstlerisch Gestalterische Grundlagen
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Keine Lizenz Prof. Dr. Susanne Lummerding